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Die Gründerjahre 1950 - 1955

Ein paar gleichgesinnte idealistische Menschen waren es, die sich im Jahr 1948 zusammenfanden, um Tischtennissport zu betreiben. Den Fußballclub Ettenheim gab es schon, und so schlossen sie sich ihm als Abteilung an. Was diese Menschen damals nicht ahnen konnten, war, dass aus ihrem Wunsch, den Zelluloidball zu bewegen, einmal ein eigenständiger Verein werden könnte. Zunächst waren es wenige, die sich im Saal der Gasthäuser „Zum Ochsen“ und „Zum Salmen“ sowie im Schülerheim trafen, um zu trainieren und gegen andere Vereine Freundschaftsspiele auszutragen.

In kurzer Zeit waren es mehr tischtennisbegeisterte Ettenheimer, die sich dieser Abteilung anschlossen, so dass sich die geistigen Urväter genötigt sahen, einen Tischtennisclub Ettenheim aus der Taufe zu heben. Die Geburtsstunde des TTC-Ettenheim war der 28.Januar 1950 im Gasthaus „ Zum Salmen“. Um einen geregelten Spielbetrieb durchführen zu können, schloss man sich dem Südbadischen Tischtennisverband an. Zum ersten Vorsitzenden wurde Julius Jung gewählt, der zusammen mit seinen Mitstreitern den jungen Verein optimistisch und mit viel Tatkraft 10 Jahre lang leitete. Man muss sich die damaligen Nachkriegszeiten vor Auge führen, um ermessen zu können, unter welchen Vorzeichen der Trainings- und Spielbetrieb damals organisiert werden musste.

Die leidliche Frage, wo diese durchgeführt werden konnten, war des öfteren auf der Tagesordnung des Vorstandes, da die Gasthaussäle auch anderweitig kulturell genutzt wurden. Vorübergehend musste der Spielbetrieb in den Saal der Gaststätte „Zur Krone“ in Orschweier verlegt werden. Im September 1953 zeichnete sich endlich eine „Endlösung“ dieser Odyssee ab. Die Stadtverwaltung hatte ein offenes Ohr und wies dem TTC Ettenheim für die Pflichtspiele am Sonntagmorgen die Turnhalle des Städtischen Gymnasiums zu. Unterhalb der Turnhalle im Keller befand sich genügend Platz, der für das Training genutzt werden konnte. Nun war auch der Grundstock für eine Nachwuchsarbeit gelegt. Der Verein konnte endlich dem Interesse der jungen Ettenheimer Bürger am Verein entsprechen, und diese Trainingsarbeit sollte bald recht fruchtbar werden. Blieb noch die Frage, wie sich der Verein wirtschaftlich am Leben erhielt. Auch dies wurde mit viel Kreativität und mehreren Initiativen der Mitglieder gelöst. Selbstverständlich war, dass die Mitglieder selbst dafür sorgten, wie sie zu den auswärtigen Pflichtspielen gelangten. Dies geschah des öfteren mit der „Formel 1-PS“, sprich Fahrrad.

Glücklich war der Spieler, der einen „Benziner“ flott machen konnte. Die sportlichen Erfolge des jungen Vereins waren trotz all dieser Schwierigkeiten beachtlich. Der TTC Ettenheim meldete zu Anfang der Zugehörigkeit zum Südbadischen Tischtennisverband zwei Mannschaften. Die 1. Mannschaft schaffte in der Spielsaison 1950/51 hinter Lahr II den zweiten Platz und in der Spielsaison 1952/53 den Aufstieg in die Bezirksliga, wurde in dieser Saison Meister und spielte um den Aufstieg in die Landesliga mit, der knapp verpasst wurde. Die erste Mannschaft wurde bei den Aufstiegsspielen hinter dem FC Freiburg Zweiter. Die zweite Mannschaft errang nur zwei Jahre später die Meisterwürde. Sie machte es der 1. Mannschaft nach und stieg in der Saison 1954/55 in die Bezirksliga auf. Auch die Jugendarbeit versprach zukünftig erfolgreich zu werden. Bald konnte dem Südbadischen Tischtennisverband eine 3. Mannschaft gemeldet werden.

Die Aufbaujahre 1955 – 1960

Der Schwung der Gründerjahre hielt – sportlich gesehen – weiter an. Die 1. Mannschaft wurde in der Spielsaison 1955/56 erneut Meister. Doch eine Berechtigung zu den Aufstiegsspielen in die Landesliga ergab sich nicht, da Aufstellungsfehler gemacht wurden und Punkte am „Grünen Tisch“ aberkannt wurden.

Die zweite Mannschaft hielt sich in der Bezirksklasse im selben Jahr famos im vorderen Tabellenfeld. Hinzu kam, dass die Mannschaften durch Einberufungen einiger Spieler zur Bundeswehr erheblich geschwächt wurden, so dass im kommenden Jahr der Abstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisklasse nicht zu vermeiden war. Die 1.Mannschaft konnte sich weiterhin in der Bezirksliga behaupten, ohne jedoch Aufstiegschancen zu besitzen. Obwohl der erste sportliche Höhenflug gestoppt war, machten Einzelspieler auf sich aufmerksam. URSULA DELONG, die von ihrem Bruder trainiert wurde, erspielte sich die Südbadische Meisterschaft, wodurch sie sich für die Deutsche Jugendmeisterschaft in Berlin qualifizierte. Außerdem stellte der Verein mit ROLF GLANZMANN einen Bezirksmeister im Jugendbereich.

Die Enttäuschung über die Nichtnominierung der 1. Mannschaft zu den Aufstiegsspielen in die nächsthöhere Leistungsklasse wurde bald überwunden. Der damals verantwortliche Vorstand unter Vorsitz des 1. Vorsitzenden JULIUS JUNG verbesserte die Voraussetzungen für den aufstrebenden Verein und dessen Vereinsleben. In den Aufbaujahren wuchsen die Mitglieder zu einer „Tischtennis- familie“ zusammen und veranstalteten so manche Unternehmung außerhalb des sportlichen Bereiches.

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